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Ermittler stoßen im Flughafenumfeld auf verdächtige Antenne
Ermittler stoßen im Flughafenumfeld auf verdächtige Antenne
LEIPZIG - Nach dem Anschlagsversuch mit einer mit Sprengstoff beladenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle haben Ermittler DNA-Spuren an Drohne und Tatort gesichert - und eine verdächtige Antenne entdeckt. Ein möglicher Zusammenhang mit einem früheren Anschlagsversuch lässt sich vorerst nicht herstellen.
Am Flughafen Leipzig/Halle schwebt am 4. August 2026 abends eine Drohne neben einer An-124 von Antonow Airlines - der kleine Copter trägt einen Sprengsatz, nach ersten Erkenntnissen 600 Gramm Semtex.
WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung berichten nun über neue Erkenntnisse der Ermittler. Demnnach wurde in Flughafennähe in einem Baum eine Antenne gefunden, die als Signalverstärker gedient haben könnte, um die Drohne in den Flughafenbereich zu steuern.
Die Drohne selbst soll mit einem 5G-Router und zwei Sim-Karten sowie einem Zusatzakku versehen gewesen sein - und sich dadurch von einem Standardmodell unterscheiden. Das Bundeskriminalamt (BKA) gehe davon aus, dass die Drohne über das Mobilfunknetz und aus größerer Entfernung gesteuert wurde.
Die Drohne kollidierte dann möglicherweise mit der An-124, wodurch sich der Sprengsatz löste. Ein defekter Zünder verhinderte eine Detonation.
Spur-Spur-Treffer
Dem Bericht zufolge konnten Ermittler DNA-Spuren am Sprengsatz und im Flughafenumfeld sichern. Dabei soll es zwar einen sogenannten "Spur-Spur-Treffer" gegeben haben. Ein Zusammenahng mit einem Brandbombenanschlag auf DHL im Jahr 2024, über das zunächst die "Bild" berichtet hatte, ließ sich hingegen nicht nachweisen.
Die Sicherheitskräfte stuften den Vorfall als sehr ernst ein. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Sie spricht von einem "schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland".